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Die vergangenen Monate boten für uns neben den bekannten Herausforderungen auch die Chance, sich wieder intensiver mit dem eigenen Wohnumfeld auseinander zu setzen. Womit fühle ich mich wohl und was stimmt in meiner Wohnung nicht oder nicht mehr? All jene, die sich mit Feng Shui beschäftigen wissen, dass diese Harmonielehre so viel mehr zu bieten hat, als eine pure Einrichtungslehre. Wir erkennen die Räume um uns herum als dritte Haut, die uns auf der einen Seite mit der Umgebung verbindet, aber auch abgrenzt und Schutz bietet. Und in diesem individuellen Umfeld prägen wir den Raum durch unsere Art, ihn einzurichten und in ihm zu leben. In der Folge prägt der Raum dann uns. Es ist genau diese Wechselwirkung zwischen Mensch und Raum, die Feng Shui nicht nur erkennt und anerkennt, sondern im Weiteren auch bewusst in die Einrichtungsgestaltung integriert. Ein Kompass für die Gestaltung kann dann unser Befinden sein und die Frage nach dem, was uns noch fehlt. Im Feng Shui nennen wir diese Energien die Lebenswünsche des Bagua, die sich in jedem Grundriss je nach Lage zu den Himmelsrichtungen offenbaren. Doch auch auf einer viel grundlegenderen Ebene können wir Maßnahmen ergreifen, die verblüffend effektiv und erfolgreich sind. Einige davon möchten wir an diesem Beitrag aufgreifen.

Die folgenden Tipps können dir als Anleitung dienen und sind in der Regel auch mit wenig Vorkenntnissen umsetzbar.

  • Was fehlt Dir?
    Ganz zu Beginn steht die Planung und Bestandsaufnahme. Deshalb: Überlege Dir, in welchem Lebensbereich Du einen Mangel spürst. Frage dich: Welchen Bagua-Bereich möchte ich mit Feng Shui jetzt entfalten? Was brauche ich, damit dies oder das in meinem Leben leichter wird und wieder in den Fluss kommt.
  • Was ist dein Thema?
    Versuche, dich auf einen Bereich zu fokussieren und nicht mehrere Bereiche gleichzeitig zu behandeln. In unseren Ausbildungen heißt das: Wir finden das Fokus-Thema. Das ist nicht immer leicht, aber es ist wichtig. Du kannst dir das so vorstellen: Unsere Aufmerksamkeit wirkt wie ein fokussierter Lichtstrahl. Er bringt - und das kann man ganz wörtlich nehmen - Licht ins Dunkel der unentwickelten Anteile unseres Selbst. Im Feng Shui sagt man auch: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Je mehr Aufmerksamkeit auf das wichtigste, das zentrale Thema gelenkt wird, desto schneller können wir es entwickeln. Mache dir keine Sorgen, du kannst nachher immer noch auch die anderen Bereiche aktivieren. Aber jetzt geht es darum, den Fluss der positiven Energien in die richtige und erfolgreiche Richtung zu lenken.
  • Wo liegt dein Fokus Thema?
    Hast du dein Fokus-Thema gefunden, setze nun diesen Bagua-Bereich in Beziehung zu Deinem Grundriss. Frage dich: Wo liegt der entsprechende Bagua-Bereich in der Wohnung? Ist dieser Bereich stark oder eher energetisch schwach? Alle Bereiche, die durch große Flure oder Zimmer gut erreichbar sind, häufig genutzt oder im Lebensmittelpunkt stehen, sind grundsätzlich schon einmal gut mit Energie versorgt. Liegt dieser Bereich aber – und das ist häufig so – im hinteren Bereich der Wohnung, ist nur schlecht erreichbar oder wenig genutzt so ist das auch auf der räumlichen Ebene ein Anzeichen für einen Mangel an Energie in diesem Bagua-Bereich.
  • Mehr positive Energie leiten
    Was nun? Die grundsätzliche und wesentliche Empfehlung lautet: Lenke nun mehr positive Energie in den Bagua-Bereich, in dem dein Fokus Thema liegt! Gut geeignet ist zum Beispiel Licht, mit dem du diesen Bereich ausleuchtest. Ist der Weg dorthin weit, weil sich dieser Ort in der hinteren Ecke deiner Wohnung befindet, so lenke das Licht vom Eingang (da kommt ja die Energie her) mit mehreren Lampen in die richtige Richtung, bis du am gewünschten Ort angekommen bist.
  • Fenster und Türen – verbinden uns mit dem Chi
    Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, ob dieser Bereich über Fenster verfügt oder durch eine Mauer blockiert ist. Im ersten Fall bringt das Fenster die Verbindung mit der Außenwelt und steht damit für den Energiezufluss, der diesen Bereich nährt. Im zweiten Fall ist die Verbindung blockiert und es kann auf dieser Ebene keinen nährenden Zufluss von Außen geben. Was tun? Ist der gewünschte Bereich durch eine Wand blockiert, so öffne diese Wand energetisch für dieses Thema, in dem du z. B. ein passendes Bild an diese Wand hängst. Das kann theoretisch mit deinem Thema zu tun haben oder aber allgemein öffnen. Geeignet ist dazu z. Beispiel ein Bild mit einem offenen Fenster oder auch ein Spiegel.
  • Nicht ins Chaos aktivieren:
    Doch Achtung: Aktiviere nicht in ein Chaos hinein. Damit meine ich: Liegt der von dir gewählte Bereich in einer Rumpelkammer, die dazu noch komplett unaufgeräumt ist, so solltest du hier auf keinen Fall aktivieren, bevor du aufgeräumt hast!!! In vielen Fällen ist das dann auch das erste und wichtigste Thema und ein Grund aus Sicht des Feng Shui, warum es in diesem Bereich nicht rund läuft. Erst wenn alles aufgeräumt ist, kannst du diesen Bagua-Bereich jetzt aktivieren. Wähle nun am besten einen Raumbereich, der gut zugänglich und sichtbar ist. Damit meine ich: Aktiviere nicht in der Rumpelkammer (auch wenn sie jetzt aufgeräumt ist), sondern nehme einen benachbarten Bereich, z. B. den unmittelbar angrenzenden Raum oder Flur, da diese über vitalere Energie verfügen. Da die Bagua-Bereiche ja nicht auf Räume begrenzt sind, sondern Resonanzorte im Grundriss zeigen, findet sich eigentlich immer ein angrenzender gut geeigneter Aktivierungsort für deine Themen.

Im Feng Shui gibt es verschiedene Prioritäten und eine davon ist der Energiefluss, auf den wir uns hier konzentriert haben. Wir haben in unserer langjährigen Praxis immer wieder erfahren, dass gerade diese erste Priorität ganz entscheidend für den Erfolg von Feng Shui ist. Solltest du intensiver in das Thema einsteigen wollen, so empfehlen wir dir unser Buch: Feng Shui heute, in dem das Thema Energiefluss und Bagua genauer erklärt wird.

Natürlich ist jeder Grundriss individuell und wir können an dieser Stelle nur allgemeine Empfehlungen geben. In unseren Feng Shui Kursen bieten wir unseren Teilnehmern die Möglichkeit, ihre individuellen Grundrisse direkt innerhalb der Ausbildung zu bearbeiten. 

Katrin Martin-Fröhling
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